Jahreshauptversammlung der Heimatvereinigung Staufenberg
Bilanz, Neuwahlen, Umfrage

Vorstand 2025

Am 8. März 2025 hielt die Heimatvereinigung Staufenberg e.V. ihre diesjährige Generalversammlung im Burghaus ab. Neben einem Rückblick auf die verschiedenen Aktivitäten im zurückliegenden Vereinsjahr, insbes. Veranstaltungen und die laufenden Sanierungsmaßnahmen, standen die Neuwahlen des Vorstands sowie die zukünftigen Aktivitäten auf der Tagesordnung.

Insgesamt 392 Mitgliedern dokumentieren auch im 75. Jahr der Wiedergründung der Vereinigung eine stabile Entwicklung. Neun Neuzugängen standen fünf Austritte und fünf Todesfälle gegenüber. Letzteren wurde in einer Schweigeminute gedacht.

Die Berichte von Schatzmeisterin Bärbel Zecher und Vorsitzendem Olaf Möhle spiegelten die verschiedenen Schwerpunkten der Vereinsarbeit wider:

Ein besonderer Fokus lag auf den durch die Stadt Staufenberg koordinierten, von Bund und Land beträchtlich geförderten, umfangreichen Sanierungsarbeiten auf Oberburg Staufenberg. Die Bauarbeiten, darunter die Freilegung und Sicherung der historischen Mauern, beeinträchtigen die Nutzung des Geländes und werden auch in den nächsten Jahren noch das Erscheinungsbild der Burgruine prägen.

Ein weiterer Schwerpunkt des vergangenen Jahres bildeten die archäologischen Untersuchungen unter Leitung der Bezirksarchäologie und Förderung durch die Archäologischen Gesllschaft in Hessen e.V.. Eine Vielzahl von Fundstücken und bauliche Strukturen wurden freigelegt und geben wertvolle Einblicke in bislang unbekannte Aspekte der mittelalterlichen Geschichte der Oberburg über einen Zeitraum von mehr als vier Jahrhunderten bis zu deren am Ende des Dreißigjährigen Krieges. Darüber informiert ein neuer Flyer zur Oberburg, der auch über die Webseite der Heimatvereinigung abgerufen werden kann.

Der Verein konnte zudem Fördermittel in Höhe von rund 6.000 Euro aus dem Regionalbudget des Gießener Lands einwerben, woraus u.a. eine moderne Medienausstattung des Burghauses beschafft wurde, mit der aber auch verschiedenen Digitalisisierungsprojekte des Vereins (historischen Bildarchiv, Inventarisierung der Bestände des Heimatmuseums etc.) ermöglicht werden.

Die laufenden Sanierungsarbeiten, insbesondere an der sogn. „Zwingermauer“ und der östlichen Stadtmauer, werden im Frühjahr fortgesetzt. Die Absperrungen werden nach der Sicherung der Westwand des sogn. „Palas“ reduziert, sodass Veranstaltungen hoffentlich wie gewohnt schon bald wieder durchgeführt werden können. Während die Veranstaltungen des diesjährigen „Kultursommers“ vom Kulturpolitischen Arbeitskreis IM-PULS noch an der Begegnungsstätte in Daubringen stattfinden werden, sollen das Burgfest am Tag des Offenen Denkmals im September und verschiedene Veranstaltungen z.B. „Tage der offenen Grabung“ im Frühsommer hoffentlich möglich sein.

Ein zentraler Punkt der Generalversammlung waren die Neuwahlen des Vorstands. Die Besetzung der Ämter erfolgte einstimmig, die gewählten Personen nahmen ihre Ämter an. Die neue Vorstand setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

  • 1. Vorsitzender: Olaf Möhle
  • 2. Vorsitzender: Ingolf Dürl
  • 1. Schatzmeisterin: Bärbel Zecher
  • 2. Schatzmeisterin: Susanne von Steldern (neu)
  • 1. Schriftführer: Volker Hess
  • 2. Schriftführer: Peter Dippmann
  • Beisitzer: Christian Beck (neu), Peter Gefeller, Peter Müller, Nils Wagenbach (neu)

Die Museumsleitung liegt weiterhin in den bewährten Händen von Georg Mann.

Im Anschluss an die Wahl konnte der alte und neue Vorsitzende von 17 für langjährige Mitgliederschaft zu Ehrenden nur Gerti Rudolph für 70 Jahre und Manfred Stich für 50 Jahre Mitgliedschaft vor Ort begrüßen und gratulieren.

Die Teilnahme an der diesjährigen Generalversammlung fiel geringer aus als in den Vorjahren. Dies zeigt, dass es eine Herausforderung bleibt, möglichst viele Mitglieder aktiv in die Vereinsarbeit einzubinden. Zudem wird deutlich, dass die stabile Mitgliederzahl nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass ein Großteil der Vereinsmitglieder einer älteren Generation angehört. Der Vorstand sieht hierin eine der größten Herausforderungen für die kommenden Jahre: Es gilt, verstärkt jüngere Menschen für die Vereinsarbeit zu gewinnen, um den Fortbestand und die Zukunftsfähigkeit der Heimatvereinigung langfristig zu sichern.

Aus diesem Grund lädt die Heimatvereinigung alle Freund:innen und Mitglieder des Vereins dazu ein, sich aktiv an einer Umfrage zu beteiligen. Diese soll neue Perspektiven für die Vereinsarbeit und Impulse für zukünftige Entwicklung ermitteln. Die Umfrage ist sowohl in Papierform als auch online auf der Vereinswebseite unter „Aktuelles“ verfügbar.

Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich der Vorsitzende für das Engagement der Mitglieder. Die Heimatvereinigung Staufenberg blicke optimistisch in die Zukunft und könne sich auf zahlreiche weitere Aktivitäten im kommenden Vereinsjahr freuen.